Zum Inhalt springen

Recruiting-Ratgeber · 4 Minuten Lesezeit

Eine Stellenausschreibung erstellen, die Orientierung gibt

Eine gute Ausschreibung beantwortet drei Fragen: Was werde ich tun, was sollte ich mitbringen und wie läuft die Bewerbung ab? Diese Checkliste hilft beim Schreiben.

Mit einer verständlichen Stellenbezeichnung beginnen

Wählt eine Berufsbezeichnung, mit der Bewerbende die Aufgabe verbinden können. Interne Level, Abkürzungen und kreative Fantasietitel brauchen eine Erklärung. Ein klarer Titel erleichtert die erste Einordnung und sollte zum tatsächlichen Schwerpunkt der Stelle passen.

Schreibt anschließend in wenigen Sätzen, warum die Stelle besetzt wird und welchen Beitrag die neue Person leisten soll. Beschreibt das Team und seine Arbeit konkret. Ein Satz über das betreute Produkt oder die Kundengruppe gibt mehr Orientierung als eine Reihe allgemeiner Unternehmenswerte.

Aufgaben am Arbeitsalltag erklären

Nennt die wichtigsten wiederkehrenden Aufgaben und die Menschen, mit denen die Person zusammenarbeitet. Formuliert mit Verben: Angebote erstellen, Kundenanfragen beantworten oder interne Abläufe dokumentieren. So lässt sich besser einschätzen, ob die Aufgabe zu den eigenen Interessen passt.

Ein Beispiel: Statt ‚Du übernimmst Verantwortung im Vertrieb‘ beschreibt ihr ‚Du bearbeitest eingehende Anfragen, klärst Anforderungen mit dem Fachteam und bereitest Angebote vor‘. Achtet darauf, dass das Beispiel den tatsächlichen Job beschreibt. Eine Ausschreibung ist keine Liste aller Tätigkeiten, die irgendwann anfallen könnten.

Muss-Kriterien von erlernbaren Kenntnissen trennen

Prüft jede Anforderung mit der Frage: Ist sie zum Einstieg notwendig oder kann sie während der Einarbeitung aufgebaut werden? Kennzeichnet zusätzliche Erfahrungen als willkommen, wenn sie keine Voraussetzung sind. Eine lange Wunschliste kann Menschen abschrecken, die die Kernaufgaben gut erfüllen könnten.

Formuliert Kriterien so konkret, dass euer Team sie später im Gespräch besprechen kann. Statt ‚kommunikationsstark‘ könnt ihr etwa Erfahrung im Erklären komplexer Sachverhalte nennen und nach einem passenden Beispiel fragen. In Reclyra lassen sich interne Muss- und Kann-Kriterien bei der Stelle festhalten; die öffentliche Ausschreibung sollte dieselben Erwartungen verständlich wiedergeben.

Arbeitsbedingungen konkret benennen

Erklärt Arbeitsort, Arbeitszeit und das vorgesehene Arbeitsmodell. Wenn mobiles Arbeiten möglich ist, beschreibt den tatsächlichen Rahmen statt einer unbestimmten Aussage. Bewerbende müssen einschätzen können, ob die Stelle zu ihrem Alltag passt.

Nennt nur Leistungen und Rahmenbedingungen, die ihr tatsächlich anbieten könnt. Falls einzelne Punkte noch offen sind, kennzeichnet sie als Gesprächsgegenstand. Klare Angaben vermeiden Rückfragen und helfen beiden Seiten, Erwartungen früh abzugleichen.

Den Bewerbungsweg und die nächsten Schritte erklären

Schließt mit einer konkreten Handlungsaufforderung ab. Nennt den Bewerbungsweg, die benötigten Unterlagen und eine Anlaufstelle für Rückfragen. Wenn ihr einen groben Gesprächsablauf bereits vereinbart habt, beschreibt ihn kurz. Versprecht keine Rückmeldefrist, die euer Team nicht zuverlässig einhalten kann.

Lest die Ausschreibung abschließend aus Sicht einer Person, die euer Unternehmen noch nicht kennt. Sind Abkürzungen erklärt? Passen Titel, Aufgaben und Kriterien zusammen? Ist klar, wie die Bewerbung eingereicht wird? Mit Reclyra veröffentlicht ihr Stellen auf eurer Karriereseite und führt eingehende Bewerbungen bei der zugehörigen Stelle zusammen.

Eure Checkliste

  • Der Titel beschreibt den Schwerpunkt der Stelle.
  • Die wichtigsten Aufgaben sind konkret formuliert.
  • Notwendige und zusätzliche Kenntnisse sind getrennt.
  • Arbeitsort und Arbeitsmodell sind verständlich.
  • Unterlagen und Bewerbungsweg sind eindeutig.